Orkan Kuyas wurde in TRADERS´ 10/2013 interviewt. Er wurde vor allem über seine Facebook-Community bekannt, in der er fortlaufend Trades veröffentlichte und Handelsideen aktiv mit anderen diskutierte. Zum Zeitpunkt des Interviews nahm er zudem bei Live-Trading-Events teil und veranstaltete regelmäßige Trader-Treffen und Seminare.

In diesem Review fassen wir kurz die interessantesten Punkte aus dem Interview zusammen:

1)       Glauben Sie nie so fest an Ihre Markteinschätzung, dass Sie davon nicht abrücken können. Vor allem sollten Sie niemals im Verlust liegende Positionen vergrößern. Auf diese Weise sind schon viele Trader gescheitert.

2)       Man kann es schaffen, ein „fallendes Messer“ zu fangen. Warten Sie dazu bei starken Kursverlusten auf extrem hohes Handelsvolumen. Dies ist ein Indiz für eine (zu) starke Übertreibung, die sich kurzfristig umkehren kann.

3)       Mittelfristiges Swing Trading sollte mit der Trendrichtung erfolgen. Orkan Kuyas setzt dabei auf Long-Positionen bei starken und Short-Positionen bei schwachen Aktien, die noch keine Anzeichen einer Übertreibung zeigen.

4)       Versuchen Sie, Setups mit einem Chance/Risiko-Verhältnis von mindestens 2:1 zu handeln. Es macht Sinn, im Erfolgsfall zunächst Teilgewinne mitzunehmen, um auszuschließen, dass der Gesamt-Trade bei Erreichen des Stopps einen Verlust macht.

5)       Indikatoren können eine sinnvolle Ergänzung sein, sollten aber nicht die alleinige Entscheidungsgrundlage darstellen. Orkan Kuyas nutzt beispielsweise Gleitende Durchschnitte, den MACD und den RSI. Signale können sich aus dem Indikatorwert selbst oder aus Divergenzen zum Kurs ableiten.

6)       Vor allem bei Einzelaktien zeigen RSI-Werte über 80 deutliche Übertreibungen nach oben an. In diesen Fällen ist es wahrscheinlich, dass bald eine Korrektur kommt. Auch auf dem Wochenchart sind RSI-Werte über 80 ein guter Indikator für die Short-Seite.

7)       Arbeiten Sie mit festen Stopps. Diese sind dazu da, Sie zu schützen, falls eine schnelle Bewegung kommt, auf die Sie nicht mehr reagieren können. Zudem kann Sie ein fester Stopp vor sich selbst schützen, was bei einem mentalen Stopp nicht der Fall ist.

8)       Eine Ausnahme von der festen Stopp-Regel sind Gegentrend-Trades bei deutlichen Übertreibungen. Hier ist es sinnvoll, dem Markt etwas Spielraum zu geben, damit dieser zunächst sein Bewegungsextrem findet. Orkan Kuyas setzt sich hier einen mentalen Stopp, bis zu dem er bereit ist, zwischenzeitliche Verluste auszuhalten.

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