Der Forex-Markt

Forextrading ist das kaufen einer Währung und das simultane verkaufen einer anderen Währung. Deshalb spricht man von Forex-Devisenpaaren, z.B. EUR/USD, EUR/JPY, USD/CHF… . Für aktive Anleger sind die ‘Majors’ am interessantesten: USD, JPY, EUR, GBP, CHF, CAD und AUD. Mehr als 80% aller weltweiten Transaktionen finden auf Devisenpaaren dieser Währungen statt.

Der Wert einer Devise im Vergleich zu einer anderen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, hauptsächlich der Geldmarktpolitik der  Zentralbanken und der Stärke der lokalen Wirtschaft.

Geldmarktpolitik: Die Ergebnisse der Sitzungen der Zentralbanken in den USA, Japan und der EU. Die Frage lautet 'Werden die Leitzinsen erhöht oder gesenkt?'. Dies hat einen Einfluss auf die Inflation und somit den Wert einer Devise.

Volkswirtschaftlichen Entwicklungen: Entscheidende Faktoren sind Bruttosozialprodukt und Arbeitslosigkeit.

Zeitzonen und Volumen

Der Forexmarkt ist 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche geöffnet. Sie können also dann traden, wann Sie möchten und brauchen keine Öffnungszeiten zu beachten.

Hier unten sehen Sie die verschiedenen Uhrzeiten, zu denen der Forex-Markt in den verschiedenen Zeitzonen öffnet und schließt.

Forex Markt

Zwischen 14.00 Uhr und 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist das Volumen des Forexmarktes am größten.

Zentralbanken-ABC für Forex Trader

Die wichtigsten Ziele der Zentralbanken sind die Geldwert- und Preisniveaustabilität. Dennoch gibt es manchmal weitere ökonomische Ziele wie Wirtschaftswachstum oder Konjunktur- und Wechselkursstabilität. In Staaten, in denen die Währung gebunden sind, haben die Zentralbanken die Aufgabe den Kurs der Währung durch gezielte Käufe und Verkäufe stabil zu halten. Da die Entscheidungen der Zentralbanken oft einen großen Einfluss auf die Kurse an den Finanzmärkten haben, liegt es nahe, die Ziele der wichtigsten Zentralbanken genauer anzuschauen.

U.S. Federal Reserve System (The Fed)

Die Federal Reserve is sicher die bedeutendste Zentrale Bank der Welt, nicht zuletzt schon deshalb, weil der US Dollar in gut 90% der Währungstransaktionen involviert ist. Die Ziele der Geldmarktpolitik der Fed sind im Federal Reserve Act beschrieben: Höchstgrad an Beschäftigung, stabile Preise und moderate Langfristzinsen. Da im Gegensatz zu vielen anderen Zentralbanken die Beschäftigung einer der Primärziele ausmacht, liegt es nahe, dass der Trader, der Veröffentlichung der Arbeitslosenquote große Aufmerksamkeit zu schenkt.

Wichtigste Indikatoren:

Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index, CPI)
Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders)
Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt (Gross Domestic Product, GDP)
Veröffentlichung des Beige Book's der US Federal Reserve Bank Veröffentlichung der Zahlen zur US-amerikanischen Arbeitslosenquote (Unemployment Rate)
Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen Einzelhandelsumsatz (Retail Sales)

Die Europäische Zentralbank (Die EZB)

Die Europäische Zentralbank ist die 1998 gegründete Zentrale Bank der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion. Die Arbeit und die Aufgaben der EZB wurden erstmals im Vertrag von Maastricht 1992 festgelegt. Ihr wichtigstes Ziel ist die Unterstützung allgemeiner Wirtschaftspolitik ohne Beeinträchtigung der Preisstabilität. Anders gesagt: die EZB achtet darauf, dass die Kursschwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen beschränkt bleibt.

Wichtigste Indikatoren:

Bekanntgabe des Sitzungsergebnisses des geldpolitischen Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) ZEW-Index.
Erste Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes.
Deutsche ifo-Geschäftsklimaindex.

Die Bank of England (Die BoE)

Die Bank of England ist die Zentralbank des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und hat ihren Sitz in London. Das 1694 gegründete Institut war lange unabhängig, wurde aber nach dem zweiten Weltkrieg nationalisiert. In 1997 aber wurde die Bank wieder unabhängig unter der Regulierung der Financial Service Authority (FSA). Durch den Beschluss, den Euro im Vereinigten Königreich nicht einzuführen, blieb die Geldpolitik der Bank flexibler. Die Bank of England nimmt alle Funktionen einer Zentralbank wahr, um die Preisstabilität zu sichern. Sie unterstützt die Wirtschaftspolitik der Regierung und achtet auch auf Wachstums- und Beschäftigungsziele (Bank of England Act 1998).

Wichtigste Indikatoren:

Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Bank of England (BoE) zur Sitzung des geldpolitischen Rates (monatlich).
Veröffentlichung der Zahlen zu den britischen Verbraucherpreisen (CPI).
Veröffentlichung des vierteljährlichen Inflationsberichts (Inflation Report) der Bank of England (BoE).
Veröffentlichung der Zahlen zum britischen Einzelhandelsumsatz (Retail Sales).
Veröffentlichung der Zahlen zur britischen Industrieproduktion (Index of Production, Industrial Output).
Veröffentlichung der britischen Arbeitsmarktdaten (Labour Market Statistics).
Veröffentlichung der Zahlen zum CIPS Einkaufsmanagerindex (CIPS Purchasing Manager Index, PMI).

Die Bank of Japan (Die BOJ)

Die Nippon Ginko of Bank ist die japanische Zentralbank. Sie wurde im Jahr 1882 aus acht sogenannten Wechselgesellschaften gegründet und seitdem mehrfach reorganisiert. Ihre Hauptaufgabe ist die Notenausgabe. Mit dem Shinka-jorei (New Currency Act) von 1871 wurde die japanische Währung Yen als neue einheitliche Währung etabliert. Davor hatte jedes Gebiet ihre eigene währung. Die Aufgabe der Geldpolitik der Zentralbank ist die Preisstabilität und damit der Beitrag zur gesunden Entwicklung der Gesamtwirtschaft.

Tankan-Report (vierteljährig): der Bericht mißt die gegenwärtige Situation und die Erwartungen der Firmen für die kommenden drei Monate.
Bekanntgabe des Sitzungsergebnisses des geldpolitischen Rates der Bank (monatlich).
Veröffentlichung der japanischen Leistungsbilanz.

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